13. Mai 2010
Der Strumpfhalterwurf
Obwohl in der Schweiz der Brautstraussenwurf bei einer weissen Hochzeit fast Pflicht ist, ist das Pendant dazu – der Strumpfhalterwurf – sehr selten zu sehen. Also genau die Variante mit dem höheren Unterhaltungswert bleibt auf der Strecke, vermutlich aus Unwissen.
So wie sich der Bouquetwurf der Braut an die ledigen Frauen richtet – die Fängerin soll als Nächste unter die Haube kommen – ist der Strumpfhalterwurf eine Sache unter den Männern. Der Bräutigam soll damit symbolisch seine unverheiratete Lebensweise abstreifen und sein neu-gefundenes Glück an die ledigen Männern weitergeben.
Es gibt unzählige Varianten, teils brav, teils weniger (je nach Stimmung und Alkoholpegel, lol).
Als erstes holt sich der Bräutigam das Strumpfband vom Oberschenkel der sitzenden Braut. Entweder mit den Händen oder mit den Zähnen. Am besten wird die ganze Aktion verbal geführt, zum Beispiel vom DJ, und von passender, eher schlüpfriger Musik begleitet (denke an Joe Cockers “You can leave your hat on”).
Wenn der Bräutigam endlich das Strumpfband in den Fingern hat, wirft er es in die hinter ihm stehende ledige Männermenge. Der Fänger soll als nächster heiraten – was bei den Männern nicht immer auf Zustimmung stösst.
Was nun das Fängerpärli miteinander anfängt ist unterschiedlich. Wenn bekannt ist, dass sie sich nicht ausstehen können: Gar nichts. Ansonsten können Sie zum Beispiel zu einem Tanz aufgefordert werden. Oder der Mann muss das Strumpfband an den Oberschenkel der Frau anbringen – mit der gleichen Methode wie bei Braut und Bräutigam.
Hier ein perfektes und superspassiges Beispiel, sowohl vom Strumpfhalterwurf als auch vom Brautstraussenwurf:
Beyonces “Single Ladies” passt halt perfekt zum Straussenwurf:
Übrigens finde ich das Highlights-Video der gesamten Hochzeit ebenfalls kurzweilig und recht sehenswert:




